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Madonna beim ESC

Veröffentlicht am 19.05.2019

 

Die schlechte Performance von Madonna beim ESC hat nicht nur mich überrascht.

Mit den seligen Worten von Stefan Raab gefragt: „Was war da los“?

 

Das Anfang war zunächst viel verheissend: Enigma-haftes Bühnenbild, gregorianische Choräle, der leibhaftige Diabolos mit Augenklappe, Kreuz und Sünde.

Ich fühlte mich an Mylene Farmers Selbstinzenierungen erinnert. Gut.

 

Aber dann- Fremdschämen pur. Ich hätte gern mal die Gesichter der anwesenden Künstler gesehen, während sich die Ikone durch ihr „Like a Prayer“ eher quält denn singt.

 

Was meint das weise Marseille Tarot zu diesem Auftritt?

 

Wir sehen eine thronende Kelchkönigin ganz links, die den eigenen vergangenen Erfolgen zuprostet. Ausruhen auf Lorbeeren? In der Tat erschien Madonna wenig agil auf der Bühne, jedoch passte ihr Schreiten treppabwärts zu dieser verlangsamten Version von „Like a Prayer“.

 

Mittig der jungdynamische Stäberitter Quavo, zukunftsgerichtet wie das junge Blut eben so ist. 

Kann er die altehrwürdige Königin Mutter nicht mitreissen…irgendwie? Doch da steht Stab gegen Stab.

 

Rechts die Tänzerschar, aus dem selben Münz“holz“ geschnitzt wie der Ritter. Engagiert nehmen sie ihren Star in die Mitte und geben ihr Bestes für einen spektakulären Auftritt.

 

Doch was nutzt das, wenn da eine energetische Lücke klafft, man in verschiedenen Richtungen schaut und wenig am gemeinsamen Strang zieht?

Nun ja, alle Gazetten prophezeien nun einen Karierrefall für Madonna, was ich nicht glaube. Zulange sitzt sie auf ihren Thron, sie ist königlich unantastbar.